Aktuelle Projekte
Manche Ideen beginnen mit einem Gespräch, andere mit einem konkreten Vorhaben oder einer Entscheidung des Gemeinderates. Gemeinsam ist ihnen, dass sie unsere Gemeinde über längere Zeit beschäftigen und auf ein erkennbares Ziel zulaufen.
Hier stelle ich einige Projekte vor, an denen derzeit gearbeitet wird oder die wir für die kommenden Jahre entwickeln.


Windpark Schmölau
Status: in Bearbeitung
Projektansatz
Im Schmölauer Forst wird seit mehreren Jahren über die Errichtung von Windenergieanlagen diskutiert. Das Vorhaben berührt sehr unterschiedliche Interessen: Energieerzeugung und kommunale Einnahmen auf der einen, Landschaft, Natur, Lebensqualität und die Interessen der unmittelbar betroffenen Ortsteile auf der anderen Seite.
Mit dem Projekt verbindet sich deshalb mehr als die Frage, ob Windenergieanlagen entstehen. Es geht auch darum, welche Bedingungen die Gemeinde formuliert, welche Gestaltungsmöglichkeiten sie besitzt und wie Einwohnerinnen und Einwohner an einem Vorhaben dieser Größenordnung beteiligt werden.
Einordnung
Die Diskussion um den Windpark gehört zu den komplexesten kommunalpolitischen Fragen der vergangenen Jahre. Sie hat zugleich deutlich gemacht, wie wichtig nachvollziehbare Verfahren, verlässliche Informationen und frühzeitiger Dialog bei großen Infrastrukturvorhaben sind.
Die Bauleitplanung bildet dabei lediglich einen Teil des Gesamtprozesses. Fachgutachten, Natur- und Artenschutz, Genehmigungsverfahren sowie die politische Abwägung bleiben wesentliche Bestandteile des weiteren Weges.
Bedeutung für die Gemeinde
Ein Windpark dieser Größenordnung würde Landschaft und Umfeld langfristig verändern. Gleichzeitig können erneuerbare Energien zusätzliche wirtschaftliche Spielräume für die Gemeinde eröffnen. Entscheidend ist deshalb, ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen gemeinsam zu betrachten und die Interessen der Gemeinde langfristig zu sichern.
Für mich gehört dazu auch die Frage, wie mögliche Einnahmen sichtbar der Entwicklung unserer Ortsteile zugutekommen können.

Zweiter Solarpark Schmölau
Status: in Bearbeitung
Projektansatz
Südlich von Schmölau soll ein weiterer Solarpark entstehen. Geplant ist eine großflächige Photovoltaikanlage, die durch einen Batteriespeicher ergänzt wird.
Der Gemeinderat hat den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans gebilligt. Damit befindet sich das Projekt in einem fortgeschrittenen Bauleitplanverfahren, in dem unter anderem Behörden, Träger öffentlicher Belange sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.
Einordnung
Photovoltaik-Freiflächenanlagen gehören inzwischen zu den sichtbaren Veränderungen des ländlichen Raums. Die Gemeinde muss deshalb nicht nur einzelne Vorhaben beurteilen, sondern auch grundsätzliche Fragen beantworten: Wo sind solche Anlagen sinnvoll? Welche Flächen sollen geschützt werden? Wie werden Landschaft, Landwirtschaft und Energieerzeugung gegeneinander abgewogen?
Beim zweiten Solarpark Schmölau kommen mit dem vorgesehenen Batteriespeicher zudem neue technische Möglichkeiten hinzu. Solarstrom kann dadurch zeitversetzt in das Netz eingespeist werden.
Bedeutung für die Gemeinde
Das Projekt ist Teil eines größeren Wandels unserer Energieversorgung. Für Dähre geht es darum, diesen Wandel nicht nur hinzunehmen, sondern soweit möglich mitzugestalten.
Dazu gehören faire Vereinbarungen mit Projektträgern, nachvollziehbare Planungsverfahren, eine angemessene Beteiligung der Gemeinde und ein verantwortungsvoller Umgang mit Flächen.

Ein Dritter Ort für Dähre
Status: in Vorbereitung
Projektansatz
Viele Orte in unserer Gemeinde haben Treffpunkte – Dorfgemeinschaftshäuser, Vereinsräume, Feuerwehrgerätehäuser oder andere Einrichtungen. Was bislang fehlt, ist ein Ort, der bewusst unterschiedliche Menschen und Nutzungen zusammenbringt.
Die Idee eines „Dritten Ortes“ geht darüber hinaus, lediglich einen weiteren Veranstaltungsraum zu schaffen. Denkbar ist ein offener Begegnungsort für Vereine, Kultur, Gespräche, kleinere Veranstaltungen, gemeinsames Arbeiten und neue Initiativen.
Einordnung
Der Begriff „Dritter Ort“ bezeichnet einen Raum neben Zuhause und Arbeitsplatz, an dem Menschen einander begegnen können. Gerade in ländlichen Gemeinden können solche Orte wichtige soziale Funktionen übernehmen.
Für Dähre muss daraus jedoch kein großes Neubauprojekt entstehen. Zunächst geht es darum herauszufinden, welche Angebote tatsächlich fehlen, welche bestehenden Gebäude genutzt werden könnten und wer einen solchen Ort dauerhaft mit Leben füllen würde.
Bedeutung für die Gemeinde
Eine Gemeinde mit 17 Ortsteilen braucht Gelegenheiten, bei denen Menschen über Orts- und Vereinsgrenzen hinweg zusammenkommen.
Ein gemeinsamer Begegnungsort könnte Vereinen und Initiativen Raum geben, kulturelle Angebote ermöglichen und neue Formen des Miteinanders unterstützen. Entscheidend wird sein, einen Ansatz zu entwickeln, der dauerhaft genutzt und finanziert werden kann – nicht lediglich ein weiteres Gebäude zu schaffen.

Freiwilligenagentur Dähre
Status: im Aufbau
Projektansatz
In unserer Gemeinde gibt es viel ehrenamtliches Engagement. Gleichzeitig wissen Menschen, die sich einbringen möchten, nicht immer, wo Unterstützung gebraucht wird – und Vereine oder Initiativen wissen umgekehrt nicht immer, wen sie ansprechen können.
Die Freiwilligenagentur soll deshalb Angebot und Nachfrage zusammenbringen: Engagement finden. Ideen verbinden. Dähre gestalten.
Dabei soll bewusst klein begonnen werden. Es geht zunächst weder um ein eigenes Büro noch um zusätzliche hauptamtliche Strukturen, sondern um eine unkomplizierte Vermittlung und bessere Vernetzung.
Einordnung
Ehrenamt lässt sich nicht verordnen. Die Gemeinde kann aber Rahmenbedingungen schaffen, damit Menschen leichter zueinanderfinden.
Die Freiwilligenagentur soll deshalb keine zusätzliche Verwaltungsebene werden. Sie soll vielmehr sichtbar machen, welche Möglichkeiten zum Mitmachen bestehen und wo konkrete Unterstützung gebraucht wird.
Bedeutung für die Gemeinde
Vereine, Feuerwehren, Fördervereine, Kultur und viele Veranstaltungen funktionieren in Dähre nur, weil Menschen Zeit und Verantwortung übernehmen.
Gleichzeitig verändern sich traditionelle Formen des Ehrenamts. Viele Menschen möchten sich weiterhin engagieren, aber vielleicht nicht dauerhaft an einen Verein oder ein Amt binden.
Eine niedrigschwellige Vermittlung kann deshalb helfen, bestehendes Engagement zu stärken und neue Formen des Mitmachens zu ermöglichen.

Zukunft Waldbad Dähre und Campingplatz
Status: in Vorbereitung
Projektansatz
Das Waldbad ist seit 50 Jahren Teil von Dähre. Es ist Freibad, Veranstaltungsort, Treffpunkt und mit seinem Campingplatz zugleich ein touristisches Angebot.
Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, wie wir das Waldbad erhalten können. Wir sollten überlegen, wie der gesamte Standort attraktiver, zukunftsfester und besser sichtbar werden kann.
Dazu gehören das Bad selbst, der Campingplatz, Veranstaltungen, Freizeitangebote und die Verbindung zu anderen touristischen Angeboten der Region.
Einordnung
Das Waldbad verfügt bereits heute über ein 50-Meter-Becken, Familien- und Freizeitbereiche sowie einen unmittelbar angeschlossenen Campingplatz. Dieser ist von Mai bis September geöffnet und wird auch von Radreisenden und Gruppen genutzt.
Gleichzeitig lebt der Standort in erheblichem Umfang vom Engagement des Fördervereins und vieler Ehrenamtlicher. Zukunftsfähigkeit bedeutet deshalb sowohl, über Infrastruktur und Angebote nachzudenken als auch über Organisation, Vermarktung und tragfähige Strukturen.
Bedeutung für die Gemeinde
Das Waldbad ist einer der wenigen Orte in der Gemeinde, der mehrere Funktionen miteinander verbinden kann: Freizeit, Begegnung, Sport, Ehrenamt und Tourismus.
Gerade die Kombination aus Waldbad, Campingplatz, Grünem Band, Radwegen und weiteren Naturangeboten eröffnet die Möglichkeit, aus einzelnen Einrichtungen schrittweise ein stärkeres touristisches Profil für Dähre zu entwickeln.
Das Ziel ist dabei kein touristisches Großprojekt. Es geht darum, vorhandene Stärken besser zu verbinden, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass der Standort auch langfristig attraktiv bleibt.

Wandernest Dähre am Grünen Band
Status: in Umsetzungsvorbereitung
Projektansatz
Zwischen Schmölau und Dahrendorf besteht eine rund 21 Kilometer lange Rundroute entlang und im Umfeld des Grünen Bandes. Die Strecke verbindet Landschaft, Natur und die Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze und soll zu einem echten touristischen Angebot weiterentwickelt werden.
Die Route wurde bereits erkundet und fachlich betrachtet. Der nächste Schritt besteht darin, sie eindeutig auszuschildern, besser sichtbar zu machen und perspektivisch um Informations- und Aufenthaltsangebote zu ergänzen.
Einordnung
Das Grüne Band ist für Dähre Naturraum und historischer Erinnerungsort zugleich. Genau diese Verbindung macht die Route besonders.
Das Wandernest soll deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Es kann an bestehende Wander- und Radangebote im Wendland und in der Altmark anschließen und Orte wie Schmölau und Dahrendorf stärker miteinander und mit der touristischen Umgebung verknüpfen.
Zur Umsetzung gehören neben Wegweisung und Markierung auch Fragen der Wegeführung, Eigentumsverhältnisse, Genehmigungen, Pflege und späteren Vermarktung.
Bedeutung für die Gemeinde
Dähre wird keine klassische Tourismusdestination. Aber gerade darin liegt eine Chance.
Natur, Ruhe, Landschaft, das Grüne Band und unsere kleinen Orte sprechen Menschen an, die bewusst abseits großer touristischer Zentren unterwegs sein möchten. Das Wandernest kann ein erster Baustein sein, diese vorhandenen Qualitäten besser sichtbar zu machen.
Davon können perspektivisch auch Übernachtungsangebote, Gastronomie, der Campingplatz am Waldbad und weitere lokale Angebote profitieren.
Das Projekt steht damit exemplarisch für einen Tourismusansatz, den ich für Dähre sinnvoll finde: kleinteilig, naturverträglich und auf dem aufbauend, was bereits vorhanden ist.
Sie haben Ideen und Projektvorschläge?
Gemeinsam bringen Bewegung in unsere Gemeinde. Ich freue mich über jeden Vorschlag Sprechen Sie mich einfach an!
