Demokratie im Dialog: Über Beteiligung, Lernprozesse und unsere Arbeitsweise

In den letzten Wochen haben mich verschiedene Rückmeldungen, Anregungen und auch kritische Stimmen aus unserer Bürgerschaft erreicht. Diese beziehen sich vor allem auf die Art und Weise, wie wir in Dähre Bürgerbeteiligung leben und wie unsere Gemeinderatssitzungen ablaufen. Als Bürgermeister ist es mir wichtig, diese Themen transparent aufzugreifen.

Beteiligung ist ein lebendiger Prozess Mein Ziel ist eine bürgernahe Gemeinde. Dass wir dabei über Formate diskutieren – etwa darüber, wie Fragen zu Tagesordnungspunkten am besten eingebracht werden –, ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses. Wir haben in den letzten Sitzungen das Modell der „schriftlichen Tischvorlagen“ erprobt. Das Feedback dazu zeigt mir jedoch, dass sich viele Einwohnerinnen und Einwohner einen noch direkteren Austausch wünschen. Deshalb werden wir in der kommenden Gemeinderatssitzung offiziell darüber beraten, ob und wie wir unsere Geschäftsordnung ändern, um die Einwohnerfragestunde zu erweitern. Demokratie bedeutet für mich auch, Formate zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen.

Verbesserungen im Sitzungsablauf Kritik gab es auch zur praktischen Durchführung der Sitzungen, insbesondere zur Hörbarkeit der Beiträge und zur Sichtbarkeit von Abstimmungen. Wir nehmen diesen Hinweis sehr ernst. Öffentlichkeit bedeutet nicht nur Anwesenheit, sondern auch Nachvollziehbarkeit. Ich werde gemeinsam mit den Ratsmitgliedern darauf achten, dass Wortmeldungen und Entscheidungen für alle Gäste im Raum klarer wahrnehmbar sind.

Strukturierte Planung für die Zukunft Ein großes Thema, das viele Ortsteile bewegt, ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Hier stehen wir vor der Grundsatzentscheidung: Wollen wir jedes Projekt einzeln betrachten oder brauchen wir einen kommunalen Kriterienkatalog (Leitfaden), der vorab klare Spielregeln für alle festlegt? Diese Frage werde ich zur nächsten Sitzung zur Abstimmung bringen. Es geht darum, eine Basis zu schaffen, auf der wir als Gemeinde agieren können, statt nur auf Anträge zu reagieren.

Fazit: Bleiben Sie kritisch und engagiert Beschwerden und Anregungen verstehe ich nicht als Störung, sondern als notwendigen Kompass für meine Arbeit. Nicht jeder Wunsch wird sofort oder eins zu eins umsetzbar sein, da wir uns immer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bewegen müssen. Aber ich versichere Ihnen: Der Dialog bleibt offen.

Ich freue mich, Sie bei der nächsten Sitzung des Gemeinderates zu begrüßen!

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